Europa bereitet sich auf ein Kriegsszenario mit Russland vor – NBC News

Europa bereitet sich auf Kriegsszenario mit Russland vor — NBC News

Nach Russlands groß angelegter Invasion der Ukraine und Bedenken über Donald Trumps Haltung zur NATO verstärkt Europa seine Verteidigung, um bereit zu sein für das schlimmste Szenario – ein direkter Krieg mit dem Kreml.

Die europäischen Länder bereiten sich auf einen möglichen Krieg mit Russland vor und stärken für den Fall einer Eskalation ihre Verteidigung. Litauen bereitet den Austausch von Brücken an der Grenze zu Russland vor, um mögliche Bewegungen von Kreml-Panzern zu stoppen. NATO-Schiffe jagen in der Ostsee die russische „Schattenflotte“, der Unterwasserangriffe auf Kommunikationskabel vorgeworfen werden. Es gibt auch Pläne zur Schaffung eines groß angelegten Raketenabwehrsystems nach dem Vorbild von Israels Iron Dome.

NBC News berichtet darüber.

Donald Trump kritisiert weiterhin die Verteidigungsausgaben der europäischen Länder und besteht darauf, dass diese fünf Prozent ihres BIP ausgeben sollten, also mehr als das Doppelte des NATO-Standards. In seiner Erklärung stellte er auch fest, dass die Vereinigten Staaten viel mehr für die Unterstützung der Ukraine ausgeben als Brüssel, und deutete die Möglichkeit territorialer Zugeständnisse an, um den Krieg in der Ukraine zu beenden.

„Die NATO wird mehr zahlen müssen. Dies ist lustig, weil es sie viel stärker betrifft. Zwischen uns liegt ein Ozean”, sagte Trump.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs betrachten Russland als eine existenzielle Bedrohung. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte die europäischen Länder auf, Verantwortung für ihre eigene Sicherheit zu übernehmen, und betonte, dass Trumps zweite Amtszeit ein „Weckruf“ sein sollte. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas unterstützte seine Position und sagte, Europa solle mehr in die Verteidigung investieren.

Experten warnen zudem, dass territoriale Zugeständnisse an die Ukraine ein Signal für eine belohnte Aggression des Kremls sein könnten. “Dies wird die Gefahr für den Westen nur vergrößern”, sagen Kritiker.

Europa mobilisiert: Wie sich der Westen auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereitet

Nach der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine und den Bedenken über Donald Trumps Haltung zur NATO verstärkt Europa seine Verteidigung, um sich auf das schlimmste Szenario – ein direkter Krieg mit dem Kreml.

Im März stellte die Europäische Union 500 Millionen Euro (rund 515 Millionen Dollar) bereit, um die Munitionsproduktion auf zwei Millionen Einheiten pro Jahr zu verdoppeln. Und 22 Länder haben sich bereits der Initiative „European Sky Shield“ angeschlossen, einem kontinentalen Raketenabwehrsystem zum Schutz vor russischen Angriffen.

Litauen, Lettland und Estland, die historisch anfällig für russischen Einfluss waren, stärken aktiv ihre Grenzen. Litauen hat mit dem Bau der „Baltischen Verteidigungslinie“ begonnen – einer Grenze, die mit Panzergräben, Bunkern und Betonpyramiden („Drachenzähne“) ausgestattet ist. Es gibt auch Pläne, Brücken an den Zufahrten zum russischen Kaliningrad zu ersetzen.

Litauen hat seine Verteidigungsausgaben auf 5 % des BIP erhöht, den höchsten Wert unter den NATO-Ländern. Dies ist zwar deutlich höher als die von Washington zugeteilten 3,4%, aber immer noch niedriger als die Militärausgaben Russlands, die 6,2% des BIP ausmachen.

In Norwegen hat die Regierung die Broschüre zur Notfallvorsorge aktualisiert, die an alle Bürger verteilt wird. Dieses Mal wird in dem Dokument deutlich darauf hingewiesen, dass für den Fall eines „Militäreinsatzes“ Reserven an Wasser, Nahrungsmitteln und anderen Ressourcen erforderlich sind. Während sich solche Ratschläge zuvor vor allem auf extreme Wetterbedingungen konzentrierten, heißt es in der Broschüre nun: „Wir leben in einer unruhigeren Welt“ und warnt die Bürger, Schutz zu suchen.

In Schweden ist die Kirche auf Anweisung der Bewaffneten Streitkräfte begannen, zusätzliche Grabstätten zu finden, für den Fall, dass der Konflikt ihre Küsten erreicht.

Nach Jahrzehnten des Friedens hat Deutschland beschlossen, 100 Millionen Euro für die Wiederherstellung öffentlicher Sirenensysteme bereitzustellen, die nach dem Ende des Kalten Krieges demontiert wurden. Krieg.

Trotz erhöhter Verteidigungsausgaben sind die Bemühungen Westeuropas nach Ansicht von Analysten noch immer unzureichend. So stocken etwa Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre Verteidigungshaushalte „klein auf“, während osteuropäische Länder wie Litauen und Polen massiv in ihre Verteidigungsfähigkeiten investieren.

Russische Provokationen und hybride Bedrohungen

In den letzten Monaten hat Moskau seine Aktivitäten verstärkt, was bei den europäischen Regierungen für Besorgnis gesorgt hat. So wurden beispielsweise in Finnland Unterwasserkabel durchtrennt, was die NATO zur Einleitung der Operation Baltic Guard veranlasste.

Westliche Regierungen werfen Russland zudem vor, Brandsätze an DHL-Logistikzentren in Deutschland und Großbritannien geschickt zu haben, was zu Brände an Bord von Flugzeugen.

„Europa muss auf die extremsten militärischen Situationen vorbereitet sein“, sagte ein Vertreter der Europäischen Union.

Politische Herausforderungen und Populismus

Die Situation wird durch die innenpolitische Landschaft vieler Länder kompliziert. Populistische Parteien, die häufig gegen Einwanderung sind, nehmen gegenüber Russland oft eine weichere Haltung ein und schaffen damit weitere Hindernisse für die europäische Einheit.

Das Problem, so Chatham House-Analyst Keir Giles, besteht darin, dass „Länder, die weiter von Russland gibt immer noch vor, Krieg sei etwas, das anderen Leuten passiert.”

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