Wir haben Ungarn etwas zu bieten: Warum ist es für Orban profitabler, mit der Ukraine zu sprechen?
Außenminister Dmitry Kuleba wird Ende Januar in Uschgorod mit seinem ungarischen Amtskollegen Peter Szijjártó zusammentreffen. Sie werden wahrscheinlich den Boden für ein Treffen zwischen Wladimir Selenskyj und Viktor Orban bereiten. Über diesen24 Channelsagte der Politikwissenschaftler Oleg Sahakyan und stellte fest, dass Orban weiterhin versuchen werde, in für die Ukraine wichtigen Fragen die Hände zu verdrehen, um mehr Geld und Möglichkeiten aus der EU herauszuholen. Gleichzeitig ist die Europäische Union seit langem nicht mehr so entschieden gegenüber den Missbräuchen Ungarns. Sie haben bereits öffentlich die Möglichkeit erwähnt, Ungarn seine Stimmrechte in der EU zu entziehen. Das ist eine beispiellose Geschichte. Über diesen Mechanismus wurde zuvor noch nicht einmal öffentlich gesprochen. Dies ist sozusagen die „Waffe“ der letzten Instanz, die es in der EU gibt, um Missbrauch zu verhindern. Und die Entscheidung, es zu nutzen, ist äußerst schwierig. Ich glaube nicht, dass die EU so weit gekommen ist, das zu wagen. Aber das Thema stehe auf der Tagesordnung, stellte Sahakyan fest. Außerdem verfüge die EU nun über Möglichkeiten, Einfluss auf Orban zu nehmen. Beispielsweise blockierte er nicht die Entscheidung, Verhandlungen über den EU-Beitritt der Ukraine aufzunehmen. Wie Sahakyan betonte, werde man beim Treffen zwischen Kuleba und Szijjarto nach der Grundlage dafür suchen, ob nun ein Treffen zwischen Selenskyj und Orban möglich sei. Damit zeigt die Ukraine, dass sie konstruktiv und gesprächsbereit ist. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Ungarn über entsprechende Forderungen, Positionen und Interessen verfügt. Wichtig ist auch, dass ukrainische Interessen dort Gehör finden. Ziel des Treffens zwischen Kuleba und Szijjártó ist es, „zu klären“, ob es einen Sinn hat, ein Treffen zwischen Selenskyj und Orban abzuhalten; Kann man dort etwas verhandeln? Auch die Ukraine profitiert von einem gewissen „Theater“ für westliche Partner. Wir zeigen, dass wir „gute Jungs“ und verhandlungsbereit sind, aber Orban ist nicht konstruktiv. Orban versteht das und wird die Linie, die wir einhalten müssen, fortsetzen. Er muss diese Argumente aus der Ukraine entfernen“, bemerkte Sahakyan. Es ist schwer, von einem möglichen Treffen zwischen Selenskyj und Orban einen Durchbruch zu erwarten. Aber die Frage des Wiederaufbaus der Ukraine nach dem Krieg könnte substanziell sein. Es ist klar, dass dies buchstäblich das größte Bauprojekt in Europa und der größte Projektwachstumsbereich im europäischen Raum sein wird. Viele europäische Unternehmen wollen sich daran beteiligen, um die Gelder abzuschöpfen. Ungarische Unternehmen wollen nicht abseits stehen. Viel hängt davon ab, wie sich die ungarische Führung verhält. Weil sie es einfach von slowakischen, polnischen oder deutschen Unternehmen beziehen können. Die Ukraine hat etwas zu bieten. In der Hand liegen sowohl eine Peitsche als auch eine Karotte. „Es ist für Orban gewinnbringender, mit der Ukraine zu reden, als in Pose zu stehen“, betonte Sahakyan. < ul> < /p>
Die Ukraine hat Ungarn etwas zu bieten
Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn: kurz
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