In Wien kamen die Sicherheitskräfte während eines Seminars für die Polizei zur Verteidigung von Propagandisten aus Russland

In Wien kamen die Sicherheitskräfte während eines Seminars für die Polizei zur Verteidigung von Propagandisten aus Russland

Russische Propagandisten arbeiten in Österreich/Collage aus 24 Kanälen

Im Juni veranstaltete das Polizeipräsidium Wien ein Seminar zum russisch-ukrainischen Krieg. Kreml-Propagandisten wurden jedoch zu der Veranstaltung eingeladen.

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Die Sicherheitskräfte begründeten solche Aktionen mit dem Wunsch, Informationen aus “verschiedenen Blickwinkeln” zu erhalten. Das Seminar “Ukraine – im Fokus unterschiedlicher Sichtweisen” war eine interne Veranstaltung gemeinsam mit dem “Koordinierungsrat der Organisation Russischer Landsleute Österreichs”.

Die Veranstaltung verlief ohne Medienaufmerksamkeit, aber am 1. August erschien ein Video der Veranstaltung auf der Facebook-Seite der russischen Organisation. Bisher haben die Propagandisten das Video entfernt. Die österreichischen Medien veröffentlichten jedoch eine Reihe empörter Materialien. Insbesondere die ukrainische Botschaft äußerte Unzufriedenheit.

Erklärung der Polizei

Am 3. August wandte sich das Polizeipräsidium Wien an Twitter, um die Propagandisten zu verteidigen. Sie erklärten, dass es seit Jahren Schulungen zum Thema „Sicherheit und Polizei“ gebe, um Grundkenntnisse über Kriege und Fluchtursachen zu erlangen. Dies ist für eine effektivere Kommunikation mit Stakeholdern erforderlich. Zuvor betrafen solche Ereignisse den Irak, Syrien und Afghanistan.

“Uns wird vorgeworfen, dass wir mit der Veranstaltung Ende Juni eine “Bühne für Kreml-Propaganda” geboten haben. Wir widersprechen entschieden, Es war eine umstrittene Maßnahme, bei der verschiedene Redner unterschiedliche Herangehensweisen an den Krieg in der Ukraine und seine Ursachen präsentierten, sowohl aus pro-ukrainischer als auch aus pro-russischer Sicht”, schrieb die Polizei.

Sie fügten hinzu, dass die Zuhörer die pro-russische Sichtweise “als sehr widersprüchlich empfanden und in der Plenarsitzung scharfe Widersprüche auftauchten”. Sie versicherten, dass die Polizei die russischen Aussagen nicht unterstütze.

Erklärung der ukrainischen Botschaft

Österreichische Medien berichteten, der Vertreter der ukrainischen Botschaft in Wien sei empört über die Förderung von Propaganda in staatlichen Institutionen. Er betonte, dass aus russischer Sicht alle Ukrainer Nazis seien und daher „entnazifiziert“ werden müssten.

Das sind Narrative, die die Tötung von Ukrainern legitimieren“, erklärte der Diplomat gegenüber der Agentur APA.

Die Botschaft der Ukraine plant Verhandlungen mit den zuständigen Behörden.

Wer an der Veranstaltung teilgenommen hat

Die APA stellte fest, dass mindestens 3 Experten des „Koordinierungsrats der Organisation russischer Landsleute”. Eine von ihnen ist Elena, die nach 2014 „humanitäre Hilfe“ in die besetzten Gebiete des Donbass und der Region Luhansk brachte. Sie gab an, dass die Ukraine den Donbass beschieße.

Auf dem Seminar war auch die Historikerin Elena S. aus Lugansk, die argumentierte, dass der Begriff “Ukraine” im 17. Jahrhundert nicht existierte. Beteiligt war auch der Psychologe Dmitry K. Er kritisierte die ukrainische Diaspora.

Wer von ukrainischer Seite an dem Seminar teilgenommen hat, sagt die Polizei nicht.

Bitte beachten Sie – der Propagandist Shariy könnte in der Ukraine landen: Sehen Sie sich das Video an

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