Botschafter Andriy Melnik äußerte die Haupterwartung an den Besuch von Olaf Scholz in Kiew

Botschafter Andriy Melnyk äußerte die Haupterwartung von Olaf Scholz' Besuch in Kiew

Andriy Melnyk/dpa

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andriy Melnik, forderte Bundeskanzler Olaf Scholz auf, weitreichende Verpflichtungen zur Lieferung von Waffen an die Ukraine zu übernehmen.

Bundeskanzler Olaf Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi kamen am Donnerstagmorgen, dem 16. Juni, in Kiew an. Der ukrainische Botschafter Andriy Melnyk forderte die deutsche Bundeskanzlerin auf, während dieser Reise zusätzliche Zusagen für Waffenlieferungen zu machen.

„Die Ukrainer hoffen, dass der Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz nicht nur eine symbolische Bedeutung hat, sondern auch ein Durchbruch wird, um die deutsche Militärhilfe auf ein qualitativ neues Niveau zu heben. Es ist sehr wichtig, dass der Regierungschef die Verwüstung durch die russische Aggression sieht mit eigenen Augen erkannte auch die Dringlichkeit, warum die Ukraine mit voller Kraft, viel stärker und größer, mit schweren Waffen unterstützt werden muss”, sagte Andriy Melnyk.

Der ukrainische Botschafter merkte an, dass Kiew hoffe, dass Scholz endlich grünes Licht für die angeforderten 88 Kampfpanzer Leopard 1 und 100 Schützenpanzer Marder, die Rheinmetall sofort liefern kann.

Wir fordern auch Olaf Scholz auf, schwere Waffen aus Beständen der Bundeswehr bereitzustellen, die die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands nicht mindern. Nichts wird Deutschland daran hindern, einen erheblichen Teil seiner eigenen 800 Fuchs-Transportpanzer, 325 Leopard-2-Panzer oder 380 Marder-Panzer herzustellen, um russische Truppen zu besiegen, sagte Melnyk. Obwohl die Ukraine auch viel mehr Waffen braucht als Deutschland . Zunächst einmal, was das Meer betrifft. Es ist notwendig, ukrainische Häfen von der russischen Blockade zu befreien.

„Die Ukraine braucht deutsche U-Boote, Korvetten, Patrouillen- und Kampfboote, um die lange Schwarzmeerküste zu schützen und den maritimen Vorteil Russlands zu beseitigen. Das garantiert auch Schifffahrtsfreiheit und Ernährungssicherheit“, sagte Melnyk.

Scholz, Macrons Besuch und Draghi nach Kiew: Das Wichtigste

Bundeskanzler Olaf Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi kamen am Donnerstagmorgen mit einem Sonderzug in der Hauptstadt der Ukraine an.

Die wichtigsten Diskussionsthemen zwischen den Staats- und Regierungschefs der Länder sind die Unterstützung der Ukraine im Krieg mit Russland und der Wunsch unseres Staates, der EU beizutreten.

Scholz, Macron und Draghi kamen mit dem Zug in Kiew an. Dazu flogen sie mit dem Flugzeug nach Polen und stiegen dann in einen Sonderzug um, der nachts nach Kiew fuhr. Der Luftraum über unserem Land ist gesperrt.

Sie reisten auch gemeinsam nach Irpin, um mit eigenen Augen die Folgen der russischen Besatzung zu sehen.

In Kiew gesellte sich der Präsident von Rumänien, Klaus Iohannis, der separat angereist ist.

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Scholz, Macron und Draghi repräsentieren die drei bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten EU-Staaten. Alle drei Staaten gehören der G7 an, in der sich demokratische Wirtschaftskräfte zusammengeschlossen haben. Deutschland führt nun diese Gruppe an und Frankreich führt den EU-Vorsitz.

Scholz wurde wiederholt dafür kritisiert, dass er die Ukraine zu langsam unterstützt und die Lieferung schwerer Waffen blockiert. Der deutsche Bundeskanzler erklärt all sein Handeln damit, dass er den russischen Diktator Wladimir Putin nicht noch einmal verärgern will.

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