„Ein Schlag ins Gesicht des ukrainischen Volkes“: Ukrainischer Botschafter in Deutschland zum Verbot ukrainischer Symbole am 8./9. Mai in Berlin

In Berlin hat Deutschland am 8. und 9. Mai bei Gedenkveranstaltungen die Verwendung ukrainischer Flaggen und aller ukrainischen Symbole verboten.

In diesen Tagen in BerlinZum 77. Jahrestag des Kriegsendes 1945 seien mehr als 50 Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen geplant, schreibt die deutsche Ausgabe RND. Die Veranstaltungen werden von 3.400 Polizisten begleitet.

Um mögliche Provokationen zu vermeiden, haben die Berliner Behörden am 8. und 9. Mai die Verwendung jeglicher ukrainischer Symbole verboten. Laut Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slovik sieht die Polizei “eine sehr heikle Gefahrenlage”.

Sie fügte hinzu, die Polizei werde das “würdige Andenken” schützen, aber gleichzeitig gegen “jede Form der Unterstützung, Billigung oder Verherrlichung des russischen Eroberungskrieges gegen die Ukraine” vorgehen. Ziel ist es, die Instrumentalisierung der Erinnerung zu verhindern. „Es ist wichtig, Provokationen und Eskalationen zu verhindern“, sagte Iris Spranger, Senatorin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland Andriy Melnyk war seinerseits empört durch den Beschluss zum Verbot der Verwendung ukrainischer Symbolik vom 8. und 9. Mai und nannte ihn „einen Schlag ins Gesicht des ukrainischen Volkes“. ein Schlag in Gesicht des ukrainischen Volkes” https://t.co/TYPZ3etwWM pic.twitter.com/bwKDqbDYPd

— Andrij Melnyk (@MelnykAndrij) 6. Mai 2022

“Wir sind schockiert dass die Berliner Polizei das Tragen ukrainischer Flaggen am 8. und 9. Mai verboten hat, ist ein Schlag ins Gesicht der Ukraine und ein Schlag ins Gesicht des ukrainischen Volkes, das nicht nur auf mangelndes Fingerspitzengefühl hinweist, sondern auch verheerend ist politische Entscheidung”, sagte Melnyk.

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