Meine Hunde starben, meine Großmutter Galya und meine Lieblingsstadt – das Tagebuch eines Jungen aus Mariupol

Meine Hunde, meine Großmutter Galya und meine geliebte Stadt starben – das Tagebuch eines Jungen aus Mariupol

Der Junge führte ein Tagebuch im blockierten Mariupol/Collage von Kanal 24

Seit dem 24. Februar hat Russland das schöne und erfolgreiche Mariupol barbarisch in Schutt und Asche gelegt und auch seine Zivilisten getötet. Ein 8-jähriger aus Mariupol hat in seinem Tagebuch über seine kindlichen Gefühle gesprochen.

Mehrere Seiten eines Kindermanuskripts wurden von dem Mariupoler Künstler und Schauspieler Yevgeny Sosnovsky veröffentlicht. Er stellte fest, dass der Junge eine wahre Hölle überlebt hatte.

Ein Kind spricht über die Verletzungen und den Tod geliebter Menschen

Der junge Bewohner von Mariupol sagt, er sei 8 Jahre alt, seine Schwester 15 und seine Mutter 38 Jahre alt und sie brauche Verbände. Seine Erzählung über alltägliche Dinge wie Schlafen, Lesen wird von schrecklichen Nachrichten unterbrochen.

Auch mein Großvater starb. Ich habe eine Wunde auf meinem Rücken, zerrissene Haut. Meine Schwester hat eine Kopfverletzung. Mama hat “Fleisch an der Hand” herausgerissen und eine Wunde am Bein, – sagt der Junge.

Er erlebt das Schlimmste in seinem Leben und sucht nach etwas Gutem und Hellem. Also schreibt er über seine neue Freundin Vika, die gute Eltern hat. Das Kind freut sich, dass er bald Geburtstag hat und die Großmutter zurückgekommen ist, als sie Wasser holen ging.

Der Junge schreibt, dass seine Stadt zerstört wurde

Der größte Schmerz ist auf der letzten Seite. Mit einem Kugelschreiber werden dort unheimliche und völlig kindische Bilder gezeichnet: auf dem Boden liegende Menschen sowie zerstörte Häuser. All das haben die Menschen in Mariupol seit Donnerstag, dem 24. Februar verloren.

Meine 2 Hunde sind gestorben, meine Großmutter Galya und meine geliebte Stadt Mariupol. – ein schrecklicher Satz wird von einer Kinderhand angezeigt.

Meine Hunde starben, meine Großmutter Galya und meine geliebte Stadt – das Tagebuch eines Jungen aus Mariupol

Das Tagebuch eines Jungen wurde von einem Mariupoler Fotografen veröffentlicht/Foto von MRPL. Stadt

Meine Hunde starben, meine Großmutter Galya und meine geliebte Stadt – Tagebuch eines Jungen aus Mariupol

Das Kind sprach über die schrecklichen Erlebnisse/Foto MRPL. Stadt

Meine Hunde starben, meine Großmutter Galya und meine geliebte Stadt – Tagebuch eines Jungen aus Mariupol

Der Junge veranschaulicht, was in der Stadt passiert/Foto von MRPL. Stadt

Wie ist die Situation in Mariupol: neueste Nachrichten

  • Am 2. Mai, unter Beteiligung des Roten Kreuzes und der UNO, mehr als 150 Zivilisten wurden aus Azovstal evakuiert. Erst am 3. Mai gelang es ihnen, Zaporozhye zu erreichen.
  • In der Nacht des 3. Mai starteten die Invasoren vernichtende Luftangriffe auf das Werk. 2 Zivilisten wurden getötet, weitere 10 Personen wurden verletzt.
  • Am Morgen des 3. Mai begannen die Eindringlinge, die Anlage zu stürmen, zogen Panzer, Infanterie und Fallschirmjäger an.
  • In der Zwischenzeit Russland schiebt Einwohner der Stadt illegal auf sein Territorium ab. Die Menschen müssen mehrere Wochen in Filtrationslagern überleben.

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