Belgien erlaubt eine 4-Tage-Woche ohne Lohnverlust

Belgien erlaubt eine 4-Tage-Woche ohne Lohnverlust

Die Behörden wollen den Bürgern mehr Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit geben.

Belgische Arbeitnehmer erhielten das Recht auf eine viertägige Arbeitswoche statt der üblichen fünf ohne Lohneinbußen.

Das berichten Bloomberg und RTL.

Die belgische Bundesregierung hat sich auf eine Arbeitsmarktreform geeinigt. Arbeitnehmer dürfen auf Antrag vier statt fünf Tage Vollzeit arbeiten, im Austausch für einen zusätzlichen freien Tag. Sie können auch in einer Woche mehr Stunden und in der nächsten weniger arbeiten.

Der Arbeitgeber hat das Recht, dem Arbeitnehmer den Wechsel in eine kürzere Wochenarbeitszeit zu verweigern, muss dafür aber überzeugende schriftliche Argumente vorlegen.

„Ziel ist es, Menschen und Unternehmen mehr Freiheiten bei der Arbeitszeitgestaltung zu geben“, sagte Ministerpräsident Alexandre De Cros.

Derzeit sind nur etwa 71 von 100 Belgiern in der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen arbeitslos, weniger als der Durchschnitt der Eurozone. Dank der Reform soll die Beschäftigungsquote bis 2030 auf 80 % steigen.

Die Initiatoren des Gesetzes glauben, dass die Vier-Tage-Woche Frauen, die Kinder und alte Eltern betreuen, helfen wird, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen, und auch dem Arbeitsmarkt zugute kommt.

Seit der Pandemie hat die Idee einer Vier-Tage-Woche weltweit an Popularität gewonnen. Das Vereinigte Königreich wird das sechsmonatige Programm im Juni beginnen, und etwa 30 Unternehmen haben sich für den Versuch angemeldet. Ähnliche Programme sollen in den USA und Irland, Kanada, Australien und Neuseeland eingeführt werden. Forscher in Island stellten fest, dass die Kurzarbeitswoche äußerst erfolgreich war.

Zuvor wurde darüber berichtet, wie die Welt auf eine Vier-Tage-Arbeitswoche umstellt und ob dies in der Ukraine möglich ist.

Laut einer Studie einer Arbeitsvermittlung unterstützt etwa die Hälfte der ukrainischen Arbeitgeber die Einführung einer Vier-Tage-Woche.

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